In seiner Rede zum Thema „Tradition und Moderne – Bürgerliche Politik heute“ hat CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe für einige Politikfelder skizziert, was dieses Motto bedeutet. So müsse Sozialpolitik „Hilfe zur Selbsthilfe sein“, erklärte er. „Menschen sollen ihr Leben in erster Linie selber bewältigen und nicht vom Staat bemuttert werden.“
Bürgerliche Politik verbinde „Grundsatztreue mit Flexibilität“, führte Gröhe aus. Es gelte, bewährte Traditionen in die moderne Zeit pragmatisch einzubringen. Beispiel Familienpolitik: Hier habe die Union nach langem Lernprozess Manches zukunftsorientiert vorangetrieben. Das heutige Familienbild sei nicht mehr das von 1980. „Unterschiedliche Lebensentwürfe müssen angemessen unterstützende Rahmenbedingungen erhalten“, sagte Gröhe.
Auch in der Integrationspolitik habe die CDU in jüngerer Vergangenheit viel Zukunftsweisendes auf den Weg gebracht, so Gröhe. Den Bundesbanker Thilo Sarrazin betitelte Gröhe in einem Seitenhieb als „selbst ernannten Hobby-Erbgutforscher“, der „alberne“ Thesen aufgestellt habe. ssr